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Ausstellung im Museum

Concrete Cadillacs - Wolf Vostells Antidenkmal der Konsumgesellschaft

 

Sonderthema im museum FLUXUS+
Zum 35. Jahrestag des Skulpturenboulevards Berlin

verlängert bis 29.01.2023
Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam

Anlässlich der 750 Jahrfeier Berlins wurde 1987 die monumentale Skulptur 2 Beton-Cadillacs in Form der Nackten Maya auf der verkehrsumfluteten Mittelinsel des Rathenauplatzes als eine von acht Großplastiken internationaler Künstler_innen auf dem Skulpturenboulevard Kur­­fürstendamm / Tauentzien realisiert. Sie geriet noch vor Fertigstellung zum Politi­kum und Stadtgespräch des Westberlins der Vorwende. Als mahnendes „Anti-Denkmal“ der Konsum- und Automobilgesellschaft“ gedacht, provozierten die beiden US-Cars im Beton­man­tel Protestdemonstrationen, Gegenkunstwerke und eine ‚Bürgerinitia­tive gegen moderne Kunst‘.

Die Ausstellung dreht sich um dieses Ereignis - wie der Autoverkehr um die Plastik: Im Erdgeschoss wird der Betrachter anhand von über 100 teils unveröffentlichten Originaldokumenten mit der turbulent verlaufenden Rezeption konfrontiert: Fotos, Videos, Protest- und Drohbrie­fe, Presserezensionen und Zeitzeugeninter­views zeugen von der Heftigkeit der Reaktionen. Im Obergeschoss beschäftigen sich 40 Werke Vostells aus der eigenen Sammlung sowie von privaten Leihgeber_innen mit dem Entwurf im Kontext seiner komplexen Ikonographie, von den 1960er Jahren bis über die Realisierung der Skulptur hinaus.

Die Ausstellung, entstanden in Zusammenarbeit mit der ehemals für den Neuen Berliner Kunstverein (NBK) i.A. des Senats tätigen Projektleiterin, Barbara Straka, erinnert zum 90. Geburtstag von Wolf Vostell und zum 35. Jubiläum des Berliner Skulpturenboulevards an ein öffentlich finanziertes Repräsentationsprojekt mit Kunst im öffentlichen Raum, dessen immense Wirkung aus heutiger Sicht ungewöhnlich erscheint. Noch 35 Jahre danach wirken die widerstreitenden Argumente und die Heftigkeit der Debatte bizarr und zugleich - vor dem Hintergrund heutiger Debattenkultur – höchst aufschlussreich.

Kuratiert von Dr. Philipp John und Barbara Straka

Abb.: Wolf Vostell, 2 Beton Cadillacs in Form der Nackten Maja von Goja bei Nacht, 1987 © Vostell-Estate
Foto: Philipp John, © museum FLUXUS+, 2022

Das Projekt wird gefördert durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien.

Gefördert von:

Pressemitteilung vom 30.06.2022

Presseschau zur Ausstellung

Gern übersenden wir Ihnen die Pressebilder auf Anfrage: info@fluxus-plus.de

Jahresprogramm 2022 - 60 Jahre Fluxus

Das museum FLUXUS+ freut sich, auch und besonders im 60. Jubiläumsjahr der Gründung von Fluxus, sein Programm weiter auszubauen und einem breiten Publikum präsentieren zu können. Von internationalen Künstler_innen 1962 in Wiesbaden initiiert, war nicht abzusehen, dass diese Kunstrichtung eine Erfolgsgeschichte wurde, die heute aus der Kunstlandschaft nicht nur nicht mehr wegzudenken, sondern vielleicht sogar - dringlicher denn je - als Zeugnis autonomen Kunstschaffens die gesellschaftliche Relevanz der Kunst bekräftigt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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FRAMETALKS – Dokumentation / Festival ‘Made in Potsdam’

9. bis 27. Februar 2022 im atrium

Eröffnungsveranstaltung 12. Februar 2022 von 15:00 – 18:00 Uhr.

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museumFLUXUS+studis 2022

13. Mai - 19. Juni 2022 im atrium

Bewerbungszeitraum: 1. - 31. März 2022

Vernissage 12. Mai 2022, 19:00 Uhr.

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Concrete Cadillacs - Vostells Antidenkmal der Konsumgesellschaft.
Zum 35. Jubiläum des Berliner Skulpturenboulevards

27. August – 20. November 2022 in der Dauerausstellung

Eröffnung: 26. August 2022

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Costantino Ciervo: Send Protest 2022

24. September – 20. November 2022 im atrium

Eröffnung: 23.09.2022; 19:00 Uhr.

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Symposium Herbst 2022

Begleitend zum Ausstellungsprogramm, und als Vorschau auf das kommende Jahr, begeht das museum FLUXUS+ den 90. Geburtstag des Happening-, Fluxuskünstlers und Museumsgründers Wolf Vostell mit einem Symposium.

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Details der Vorschau finden Sie hier.

 

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