Lutz Friedel

*16. Juni 1948 Leipzig (Deutschland)
lebt und arbeitet in Schönholz (Deutschland)

In der Dauerausstellung des museum FLUXUS+ ist der Zyklus "das nächtliche Atelier" von Lutz Friedel zu sehen.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren entstand „DAS NÄCHTLICHE ATELIER“, ca. 30 Bilder mit Studien und Skizzen. Lutz Friedel hat eine pathetische, ironische Bilderreise durch die Kunstgeschichte geschaffen. Dargestellt ist eine Gruppe Maler verschiedenster Zeiten. Van Gogh, Bacon, Beckmann, Kirchner, Rembrandt, Dix, Picasso, Menzel, Liebermann, Goya, Grundig, El Greco, Kollwitz, Balthus, Delacroix und viele weitere Meister sind auf den Werken des neuen Bilderzyklus vereint. Ebenso finden sich Motive der Meister wie Velazquez‘ „Infantin“ oder das Gesicht aus Munchs Bild „Der Schrei“. Als Bildhauer und Maler schafft Lutz Friedel seine Werke mit metaphorischer Expressivität.

Ausstellung: "Babylon in Arkadien“
1. März bis 12. Mai 2009 im atrium des museum FLUXUS+
Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten der Serie „Der Turm zu Babel“ standen mit metaphorischer Expressivität im Raum. Italien / Arkadien, das Sehnsuchtsland der deutschen Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts, hat Friedel nach seiner Ausreise aus der DDR Mitte der achtziger Jahre mehrmals auf Studienreisen besucht. Bilder der eruptiven Kraft des Stromboli-Vulkans und der riesige, gar nicht poesievolle Schlund des Vesuv-Kraters fanden seine Aufmerksamkeit. Friedel zeigte ferner 20 kleinformatige Tafeln vom Ausbruch des Ätna auf Sizilien.
Ergänzend waren fünf Kopfskulpturen zu sehen. Die aus massiven Eichenstämmen gehauenen und gesägten „Köpfe“ waren eine Auswahl aus hundert, seit 1991 entstandenen Arbeiten des Themas „Walhall der Nichtse“. 

Ausstellung: "Et in Arcadia ego - Ein Totentanz“
24. September bis 13. November 2011 im atrium des museum FLUXUS+
„Et in arcadia ego“ dieser lateinische Ausspruch, vermittelt, dass der Tod auch in Arkadien, diesem paradiesischen Phantasieort, zugegen ist.
Lutz Friedel führt diese Gedanken aus dem Mittelalter und den Anfängen der Neuzeit in das aktuelle Leben.  Ob Sportler oder Trinker, Papst oder Arzt, Alt oder Jung, Mann oder Frau, Bildhauer oder Maler, dem „Sensenmann“ kann man nicht entrinnen und schon gar nicht den Zeitpunkt seines Erscheinens beeinflussen. Das lebendig dargestellte Skelett findet sich auf jedem Werk, tanzend, musizierend, beobachtend, auf jeden Fall seine Anwesenheit zeigend.
Seit 2009 entstand dieser Werkzyklus, gemalt in Öl auf Leinwand oder Malpappe. Insgesamt schuf Lutz Friedel ca. 300 Arbeiten zu diesem Thema.

Ausstellung: "NINE 4 FIVE - Neue Werke in der Sammlung"
16. Februar bis 28. April 2013 im atrium des museum FLUXUS+
Anlässlich des 5jährigen Jubiläums des privaten museum FLUXUS+ in Potsdam wurde eine Gemeinschaftsausstellung mit Arbeiten von neun Künstlern gezeigt. Mehrheitlich sollen diese „Neuen Werke in der Sammlung“ im Anschluss in die Dauerausstellung integriert werden. Der ganz besondere Reiz der Ausstellung kam von der Konsequenz, dass das gezeigt wurde, was dem Sammler gefällt und ihn persönlich mit der Welt des Fluxus und ausgewählten Positionen zeitgenössischer Kunst verbindet.
Neue Werke von Mary Bauermeister, Ben Patterson, Ann Noel, Dieter Roth, Lutz Friedel, Hella De Santarossa, Sebastian Heiner, Costantino Ciervo und Wolf Vostell wurden in die Sammlung integriert.

Ausstellung: "DAS NÄCHTLICHE ATELIER"
7. März bis 3. Mai 2015 im atrium des museum FLUXUS+
Über einen Zeitraum von fünf Jahren entstand „DAS NÄCHTLICHE ATELIER“, ca. 30 Bilder mit Studien und Skizzen. Lutz Friedel hat eine pathetische, ironische Bilderreise durch die Kunstgeschichte geschaffen. Dargestellt ist eine Gruppe Maler verschiedenster Zeiten. Van Gogh, Bacon, Beckmann, Kirchner, Rembrandt, Dix, Picasso, Menzel, Liebermann, Goya, Grundig, El Greco, Kollwitz, Balthus, Delacroix und viele weitere Meister sind auf den Werken des neuen Bilderzyklus vereint. Ebenso finden sich Motive der Meister wie Velazquez‘ „Infantin“ oder das Gesicht aus Munchs Bild „Der Schrei“.
 

Biographie

Vita
1948geboren am 16.Juni in Leipzig
1968 - 1970Studium der Malerei an der Hochschule für bildende Künste in Dresden
1970 - 1973Studium der Graphik an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig
1973 - 1977Selbständiger Maler in Leipzig und Wismar
1977 - 1980Umzug nach Ostberlin, Meisterschüler an der Akademie der Künste Berlin-Ost bei Prof. B. Heisig, Atelier am Pariser Platz
1980 - 1984Selbständig in Berlin-Ost
1984Übersiedlung nach Frankfurt a.M.
1985Umzug nach Berlin-Kreuzberg
1990Beginn der plastischen Arbeit zum Thema “Kopf” im Atelier des Holzbildhauers Werner Kratzsch auf Rügen
1992Umzug nach Berlin-Prenzlauer Berg
1992 - 1999mehrere Studienreisen nach Italien, längere Aufenthalte in Pompeij und auf Sizilien, Besteigung des Stromboli und des Ätna
1994Arbeitsstipendium Kulturfond Bonn
ab 2000Wiederaufnahme der holzplastischen Arbeiten im Atelier im Havelland
ab 2009Arbeit am Werkzyklus "Et in Arcadia ego - ein Totentanz"
Einzelausstellungen (Auswahl)
1973-84Einzelausstellungen in Berlin, Leipzig und Dresden
1991Akademie der Künste Berlin und Evangelische Akademie Loccum, Deutschland
1992Galerien in Berlin, München, Bozen und Hamburg, Deutschland
1993Galerie Blaue Fabrik in Dresden, Deutschland
1996Ausstellungen in Berlin, Deutschland
1998-99Ausstellungen in Berlin, Deutschland
2001Ausstellung verschiedener Holzskulpturen in Berlin/ Landschaften und Stillleben Galerie Berlin, Deutschland2002
2002

„Aus/Schwarz“ im Museum Schloß Burgk/ Saale

„Über Berlin – Flugzeugbilder 1983-95"

2009"Babylon in Arkadien" im museum FLUXUS+, Potsdam, Deutschland
2011"Et in Arcadia ego - Ein Totentanz" im museum FLUXUS+ in Potsdam, Deutschland
2014"Selbstporträts aus den Jahren 1635 – 2008" im Landtag Brandenburg, Deutschland
2015"DAS NÄCHTLICHE ATELIER", museum FLUXUS+, Potsdam, Deutschland
Gruppenausstellungen (Auswahl)
 Beteiligung an den wichtigen zentralen Ausstellungen der DDR, Belgien, Dänemark, Schweden, CSFR, Kuba
1983

IX. Kunstausstellung der DDR

1992Große Düsseldorfer Kunstausstellung, Deutschland
1994Körperbilderausstellung Hygienemuseum in Dresden, Deutschland
2013"NINE 4 FIVE - Neue Werke in der Sammlung", museum FLUXUS+, Potsdam, Deutschland
Förderungen und Preise

2012

Brandenburgischer Kunstpreis/ Malerei

Ausstellungen im museum FLUXUS+

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