Weiterbildung "Museumsmanagement" erfolgreich abgeschlossen
Die Zertifikatsweiterbildung „Museumsmanagement“ der Freien Universität Berlin vermittelte Leitungspersonen von Museen ein umfassendes Management- und Kompetenzprofil, das auf die aktuellen Anforderungen in Kunst- und Kulturinstitutionen zugeschnitten war. Die berufsbegleitende Weiterbildung war in zehn Module gegliedert und lief vom Juni 2025 bis zum Mai 2026. Unser Geschäftsführer Tamás Blénessy schloss das Programm erfolgreich mit einem entsprechenden Universitätszertifikat ab.
Strategisches Profil und Sammlung
Im Modul „Das Museum im Wandel: Strategisches Management“ wurden Aufgaben, Rollenverständnisse und strategische Optionen von Museen im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen reflektiert. Für das museum FLUXUS+ ergaben sich daraus Ansatzpunkte zur Schärfung des Profils, zur Formulierung strategischer Ziele und zur Stärkung der Sammlung als Kern der Institution, einschließlich Sammlungskonzept und digitalem Sammlungsmanagement.
Führungskultur und Teamkommunikation
Das Modul „Führung und Kommunikation mit Mitarbeitenden im Museum“ stärkte die Leitungsrolle durch praxisnahe Werkzeuge für Gesprächsführung und Teamentwicklung. Anhand konkreter Fälle wurden Kommunikationsmodelle, der Umgang mit schwierigen Gesprächen und unterschiedliche Führungsstile erarbeitet, wodurch nun die interne Kommunikation und Zusammenarbeit in Museum strukturiert weiterentwickelt werden kann.
Ausstellungsmanagement und digitale Strategien
In den Modulen zu Ausstellungsmanagement und digitalen Strategien wurden Projektmanagement, Planungsprozesse und die Entwicklung digitaler Museumsstrategien als zentrale Führungsaufgaben vermittelt. Für das museum FLUXUS+ waren insbesondere prozessorientierte Ausstellungsvorbereitung, professionelle Briefings, Kostenplanung sowie die Nutzung digitaler Instrumente wie Website, Online-Sammlungen und Social Media relevant.
Finanz- und Kostensteuerung
Das Modul „Finanz- und Kostenmanagement“ verstand Rechnungswesen und Controlling explizit als Führungsinstrument. Unser Geschäftsführer vertiefte seine Kenntnisse zu Kostenrechnung, Controlling-Systemen und finanzwirtschaftlichen Prozessen, die in die Steuerung von Budgets und Projekten einflossen und Entscheidungen wirtschaftlich fundierter machen.
Museumsmarketing und Markenbildung
Im Modul „Grundlagen des Museumsmarketings“ wurde Marketing als Grundphilosophie der Museumsarbeit eingeführt. Aspekte wie Besucherorientierung, Audience Development, Brand Management und digitale Kommunikation gaben konkrete Impulse dafür, die eigene Marke zu schärfen, neue Zielgruppen anzusprechen und bestehende Besucher*innen stärker zu binden.
Vermittlung, Partizipation und Kuratieren
Die Module „Mediale und personale Vermittlung in Museen“ und „Museum und Publikum: Kuratieren – (V)Ermitteln“ behandelten informelles Lernen, Vermittlungsansätze und partizipative Formate als zentrale Schnittstelle zwischen Museum und Publikum. Für das museum FLUXUS+ entstanden daraus Ideen für dialogische und partizipative Vermittlungsangebote, die kuratorische Arbeit, Medien und Texte stärker auf die Nutzer*innenperspektive ausrichten.
Rechtliche Sicherheit für den Museumsbetrieb
Im Modul „Rechtsfragen in Museen“ wurden die wichtigsten Rechtsgebiete des Museumsmanagements praxisorientiert erschlossen. Vertragsrecht beim Erwerb von Museumsgut, Urheber- und Markenrecht, arbeitsrechtliche Fragen, Hausrecht und Kulturgutschutz konnten auf die Rahmenbedingungen eines privat betriebenen Kunstmuseums wie das museum FLUXUS+ übertragen werden.
Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement
Das Modul „Managementsysteme im Museum: Von Qualitäts- bis Nachhaltigkeitsmanagement“ führte in Managementsysteme wie die DIN EN ISO 9001 ein und übertrug deren Logik auf museale Prozesse. Dies beinhaltete insbesondere eine systematischere Betrachtung von Abläufen, Qualitätssicherung und nachhaltigem Ressourceneinsatz, unterstützt durch Instrumente wie PDCA-Zyklus und kontinuierlichen Verbesserungsprozess.
Öffentlichkeitsarbeit, PR und Ressourcenerschließung
Im Modul „Öffentlichkeitsarbeit in Museen und Ressourcen erschließen“ wurden strategische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Social-Media-Strategien sowie Sponsoring und Drittmittelförderung als zusammenhängende Aufgaben vermittelt. Diese Kompetenzen stärken die Position des museum FLUXUS+ in der regionalen und überregionalen Öffentlichkeit und unterstützen die Akquise von Fördermitteln und Partnerschaften.
Expertengespräche und Vernetzung
Alle Module wurden durch Exkursionen und Expert*innengespräche in Berliner Museen ergänzt, etwa im Museum Europäischer Kulturen, der Berlinischen Galerie, dem Museum für Naturkunde oder dem Stadtmuseum Berlin. Diese Veranstaltungen vertieften den Praxisbezug und führten zu einem belastbaren Netzwerk von Kolleg*innen und Fachleuten, von dem das museum FLUXUS+ im Austausch und bei Kooperationen nachhaltig profitieren kann.
Bedeutung für die Leitung des museum FLUXUS+
In der Gesamtschau stärkte die abgeschlossene Weiterbildung die Leitungskompetenzen des Geschäftsführers für das museum FLUXUS+ in allen zentralen Feldern der Museumsarbeit. Das Zertifikat dokumentiert diese Qualifikation und unterstreicht die Fähigkeit, das Museum strategisch zu führen, das Profil weiterzuentwickeln, Teams zu steuern, Ausstellungen und Vermittlung zeitgemäß zu gestalten, rechtliche und betriebswirtschaftliche Anforderungen zu erfüllen sowie Qualität, Nachhaltigkeit und Öffentlichkeitsarbeit professionell zu verankern.
Das museum FLUXUS+ bedankt sich an dieser Stelle für die Förderung durch die Investitions- und Landesbank des Landes Brandenburg im Rahmen der „Weiterbildungsrichtlinie 2022“.
