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Krull Stiftung ausgezeichnet - gefördert

Krull Stiftung ausgezeichnet - gefördert

Ausstellung vom 17. November 2012 bis 27. Januar 2013
Vernissage am 16. November 2012
 
Die Hans und Charlotte Krull Stiftung präsentierte im museum FLUXUS+ die Stipendiaten und Projektförderungen aus den ersten beiden Jahren ihrer Fördertätigkeit 2011 und 2012. In der Ausstellung  „ausgezeichnet - gefördert“ waren Bilder, Filme, Objekte und Installationen von Gerrit M. Bekker, Costantino Ciervo, Sophie-Therese Trenka-Dalton, Claus Larsen, Ulrike Seyboth und Constanze Witt zu sehen. Mit der Ausstellung wollte die Stiftung nicht nur Ergebnisse ihrer Förderaktivitäten darstellen, sondern auch anderen die Gelegenheit geben, sich von den im doppelten Sinne ausgezeichneten Werken faszinieren zu lassen.
Gerrit M. Bekker findet seinen künstlerischen Ausdruck sowohl in Malerei, Grafik und Bildhauerei als auch in Lyrik und Prosa. In allen Disziplinen und Gattungen schafft er eigenständige Werke, die stets auch Grenzüberschreitungen aufweisen. In vielen seiner figurativ-abstrakten Bilder öffnen Textfragmente weitere Assoziationsräume.
Costantino Ciervo hat aus Anlass des 300. Geburtstags Friedrich II. 2012 das Werk „Macht der Freiheit oder Freiheit der Macht“ geschaffen. In der komplexen Installation aus Figuren, Objekten, Projektionen und gesprochenen Texten inszenierte er den Herrscher als Kristallisationspunkt für den Diskurs um Macht und Moral. – Die Videoarbeit „The Mouth of Truth“ zeigt Kinder beim Vorlesen aus Milton Friedmans „Kapitalismus und Freiheit“.
Claus Larsen konstruiert Maschinen, die Vertrautes bewegen, aber zugleich Klänge, Lichteffekte und Schwingungen erzeugen, die verwundern, verwirren und bisweilen beunruhigen. Seine Stahlgebilde könnten aus dem Bergbau oder der Schwerindustrie stammen, tatsächlich sind sie aber äußerst unproduktiv, ambivalent und selbst-referentiell. – Prototypisch hierfür steht die Arbeit „Circuits“, die erstmals in Deutschland zu sehen war.
Sophie-Therese Trenka-Dalton hat in vielen ihrer Werke reale und imaginäre Räume untersucht, denen Zeichen mesopotamischer Kultur eingeschrieben sind. Ihre Bücher und Collagen sensibilisieren für Verbindungen zwischen Orten, Kulturen und Epochen jenseits vertrauter Erzählungen. – „The Royal Lion Hunt“ ist aus ihrer Auseinandersetzung mit der verlassenen Botschaft der Republik Irak in Berlin-Pankow hervorgegangen.
Ulrike Seyboths abstrakte Bilder inspirieren Betrachter zu individuellen Deutungen: Farbflecken und Pinselschläge werden als eine Art Notenschrift, die Kompositionen als musikalische Malerei verstanden. Andere assoziieren Felder und Wüstenlandschaften oder entdecken sublime Referenzen auf das Licht, die Landschaft und die Architektur in Burgund.
Constanze Witt hat in 30 kurzen Filmen animalische Fellwesen und kopflose Gestalten als Teil des künstlerischen Forschungsprojekts „Rehpfad“ in Szene gesetzt. Hier wird eine bedrohliche Welt entworfen, die mit ihren Schauplätzen und Erzählmotiven an die Conquista Mittel- und Südamerikas erinnert. – In der Ausstellung haben Requisiten aus den Filmen ganz eigene Bedeutungen entfaltet.

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