Herzlich Willkommen! Das museum FLUXUS+, ein Museum für moderne Kunst, ist mit seiner Ausrichtung auf die Fluxus-Bewegung und der umfangreichen Privatsammlung von Werken Wolf Vostells sowie Arbeiten zeitgenössischer Künstler einzigartig in Berlin, Potsdam und Umgebung.

Das vielfältige Wechselausstellungsprogramm, regelmäßige Musikveranstaltungen und Kunst-
vermittlungsangebote leisten einen positiven Beitrag zur kulturellen Entwicklung der Region
und bieten dem Besucher spannende Einblicke in die viel diskutierte Kunstform Fluxus.

Sammlung im museum FLUXUS+

In der Dauerausstellung werden Werke aus Privatsammlungen gezeigt. Sie umfassen Korrespon-
denzen, Fotos, Bücher, Kataloge, Zeitschriften, Filme, Videos, Aktionsrelikte, Multiples, Objekte, Installationen und Kunstwerke.
 
Schwerpunkt sind Arbeiten des Künstlers Wolf Vostell, ein frühes Mitglied der Fluxus-Gruppe. Seine Werke bilden den Kern der Privatsammlung. Sie sind in thematischen Abschnitten angeordnet und bieten einen umfassenden Überblick über Phasen, Themen und Techniken in Vostells Œuvre, beginnend mit seinen frühen Arbeiten, die oftmals unbekannt sind.
 
Das "Plus" in museum FLUXUS+ steht für die Einbindung von Künstlern aus dem nahen Umfeld von Fluxus wie z.B. Arman, Christo, Hains, Lebel, Niki de Saint-Phalle und Ann Noël. Darüberhinaus runden die Arbeiten von vier zeitgenössischen Künstlern die Sammlung ab und ermöglichen einen Blick auf eine heutige Interpretation der Fluxus-Maxime „Kunst ist Leben, Leben ist Kunst“.

Aktuelle Ausstellung

COSTANTINO CIERVO: OUT - LOOK

Neueinrichtung der Präsentation „Zeitgenössische Künstler“ Eröffnung Samstag, den 26. Oktober 2019 um 18:00 – 21:00 Uhr Ausstellung 27. Oktober 2019 bis zum 19. April 2020 Mi – So 13:00 – 18:00 Uhr Aus seiner Sammlung präsentiert das museum FLUXUS+ in der Sonder¬ausstellung COSTANTINO CIERVO: OUT – LOOK bislang nicht gezeigte Arbeiten des in Berlin lebenden Italieners Costantino Ciervo. Der Maler, Grafiker und Medienkünstler wurde in seiner Jugend vom politischen Klima in den 70er Jahren in Neapel geprägt, was vielleicht die Frage beantwortet, warum gesellschaftspolitische Themen für ihn so zentral sind. Zu Beginn der 1990er Jahre begann Ciervo mit technischen Apparaturen zu experimentieren und nahm an der Biennale von Venedig mit einer interaktiven Skulptur teil. Den Künstler treibt stets die Frage an, ob und wie in einer Welt voller Individualismus und Paradoxie Ausgleich und Harmonie geschaffen werden können. Die Ausstellung schlägt einen Bogen von Ciervos Tätigkeit als Maler und Zeichner im Berlin der 1990er Jahre hin zu seinen aktuellen, technikbasierten Objekten. Die Zusammenschau dieser technisch/medial sehr unterschiedlichen Arbeiten zeigt die konstante Beschäftigung mit politischen, wie ästhetischen Fragestellungen. Die empfindliche Papierarbeit Hommage an Marcuse (1990), die nur für kurze Zeit gezeigt werden kann, stellt eine Auseinandersetzung mit dem für die Kunst der Nachkriegszeit wichtigen Vertreter einer post-marxistischen Ästhetik dar. Sie steht der titelgebenden, auf der partizipativen Smartphone-App „Send Protest“ basierenden, 3-Kanal-Video¬skulptur out–look gegenüber. Die Videoskulptur gehört zu den neuesten Erwerbungen des Museums und kann als Interpretation der Utopien Marcuses und als Statement zur Demokratisierung in der Kunst gelesen werden. Die Zeitlosigkeit der Arbeiten Ciervos begründet sich aus ihrer Widmung für existenzielle Fragen der Menschheit heraus. Das ästhetische Spiel mit den Technologien unserer Zeit steht im Zusammenhang mit dem menschlichen Bewusstsein in einer vom Kapitalismus geprägten Welt. Auch Dokumentationen seiner Performances zeigen oftmals groß angelegte, mit Technologie ausgestattete Settings und erinnern in ihrer Ironie und Publikumsbeteiligung an Happenings der Fluxus-Bewegung. Den „revolutionären“ Protest-Charakter der Kunst (Marcuse) jedoch, der darin bestehe, durch die Macht der Phantasie und des Eros die Gesellschaft zu transformieren, verkörpert Ciervos Arbeit auf mehr oder weniger explizite Weise, indem er die politischen Inhalte formal analysiert und ihre ästhetischen Elemente mit der Haltung eines politischen Statements präsentiert. Herzliche Einladung zur Eröffnung Samstag, den 26. Oktober 2019! Die Teilnahme ist kostenlos. Einlass ab 18:00 Uhr. Es erscheint ein Katalog zur Ausstellung. Die Dauerausstellung ist mittwochs bis sonntags von 13:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Letzter Einlass 17:30 Uhr. Eintritt 7,50; 6,00; 3,00 Euro.

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