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Jana Pressler

Jana Pressler

Towers / 2025-2026

UNIVERSITÄT DER KÜNSTE BERLIN

 

Die Arbeiten operieren über einfache, wiederholbare Handlungen, die Material, Raum und Zeit verschieben.

In The Longer I Wait wird Dauer selbst zum Verfahren: Die Kamera zeichnet in 2,7 s ca. 16 Einzelbilder auf. Jede Sequenz leuchtet exakt 2,7 s, wodurch das Wahrnehmen des Moments und die Umwandlung in Dauer sichtbar wird. Die Arbeit macht Zeit als operative Bedingung erfahrbar.

Starry Nights verflacht rechteckige Schachteln auf Fotopapier. Die leeren Objekte werden durch Belichtung und den Einsatz einer Glasplatte als Spiegel und Rahmen gleichzeitig transformiert. Abstandhalter erzeugen Spalte zwischen Oberflächen; der Raum entsteht in der Betrachtung und in der mentalen Faltung der Objekte.

Towers kombiniert Postkartenständer und Glasplatten unterschiedlicher Transparenz. Die standardisierte Ansicht eines Ortes wird auf vertikale, fragile Strukturen übertragen, die Hochhausfassaden nachzeichnen. Sichtbarkeit, Durchblick und Abschirmung werden als Mechanismen der Raumorganisation sichtbar, wobei das Bild selbst ökonomische Wirkung entfaltet.

Columns reagiert auf den Ausstellungsraum. Filzgleiter stapeln sich vom Boden bis zur Decke und bilden so eine Säule als strukturelles Element eines Raumes, als tragendes Element, nach. Die Arbeiten reproduzieren keine vorhandenen Objekte, sondern überführen sie durch Setzung, Belichtung und zeitliche Sequenzierung in Verfahren. Form, Raum und Zeit werden so zu Resultaten von Handlungen, nicht zu vorausgesetzten Eigenschaften.

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