Tomas Schmit

* 13. Juli 1943 in Thier bei Wipperfürth (Deutschland)
† 4. Oktober 2006 in Berlin (Deutschland)

Tomas Schmit ist mit sechs Werken in der Dauerausstellung des museum FLUXUS+ vertreten:
„Was denkt der Sperber bei Sonne?...“, Offsetdruck auf Kunstdruckkarton (1974)
„Riech mal! Gänseblümchen!“, Offsetdruck auf Kunstdruckkarton (1974)
„Ich hab da ein kleines AN liegen“, Offsetdruck auf Kunstdruckkarton (1974)
„Zwei parallele Scheren, Zwei unendliche Messer“, Offsetdruck auf Kunstdruckkarton (1974)
„der außenwelt halber“, Offsetdruck auf Kunstdruckkarton (1974)
„Bitte sehr“, Offsetdruck auf Kunstdruckkarton (1974)

Thomas Schmit war Aktions- und Konzeptkünstler, Zeichner und Autor. Er zählt zu den Pionieren der Fluxus-Bewegung in den frühen 60er Jahren.

Schmit wuchs in seiner Geburtsstadt Wipperfürth und in Köln auf. Im Jahre 1961 traf er auf Nam June Paik, über den er George Maciunas und die ersten Fluxus-Aktivitäten kennen lernte. 1962 nahm er an der Aufführung NEO-DADA in der Musik, ausgerichtet von den Düsseldorfer Kammerspielen, sowie den Parallelen Aufführungen Neuester Musik in Amsterdam teil und entwickelte seine ersten „pieces“. In der Folgezeit beteiligte er sich an den meisten europäischen Fluxus-Manifesten und organisierte das am 20. Juli 1964 stattfindende Festival der neuen Kunst, in der Technischen Hochschule in Aachen, das unter dem Titel „ACTIONS/ AGIT-POP/ DECOLLAGE/ HAPPENING/ EVENTS/ ANTIART/ L'AUTRISME/ ART TOTAL/ REFLUXUS“ dort veranstaltet wurde und bei dem Künstler wie Joseph Beuys, Arthur Køpcke, Wolf Vostell und Nam June Paik als Performer auftraten. Am 5. Juni 1964 trat Schmit in 24 Stunden, veranstaltet von der Galerie Parnass in Wuppertal, mit der Aktion Aktion ohne Publikum auf. Im selben Jahr siedelte Schmit nach Berlin über, arbeitete mit Ludwig Gosewitz und Gerhard Rühm zusammen und trat, gemeinsam mit diesen und anderen Fluxus-Künstlern, beim Musikfestival in der Galerie René Block auf.

Seit Anfang der 60er Jahre arbeitete Schmit an Sprachdingen, Texten und begann Ende der 60er Jahre mit Zeichnungen. Im Wintersemester und dem Sommersemester der Jahre 1979/80 unterrichtete er an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg.

Biographie

Vita

1943

Geboren in Thier bei Wipperfürth, Deutschland

ab 1955

Wohnort Köln

Anfang der 1960er

Arbeit an "Sprachdingen" und Texten

1961

Auftritt mit Nam June Paik, über den er George Maciunas und die ersten Fluxus-Aktivitäten kennenlernte

1962

Teilnahme an der Aufführung Neo-Dada in der Musik den Düsseldorfer Kammerspielen,

Teilnahme an den Parallelen Aufführungen Neuester Musik in Amsterdam, Niederlande

Entwicklung der ersten "pieces"

1964

Teilnahme am Festival der neuen Kunst in der Technischen Hochschule in Aachen, bei dem Künstler wie Joseph Beuys, Arthur Køpcke, Wolf Vostell und Nam June Paik als Performer auftraten

ab 1965

Wohnort West-Berlin

Zusammenarbeit mit Ludwig Gosewitz und Gerhard Rühm

Ende der 1960er

Arbeit mit Zeichnungen

ab 2001

Wohnort Berlin-Mitte

2006

Gestorben in Berlin

Einzelausstellungen (Auswahl)
1969jysk Kunstgalerie, Kopenhagen
1971Galerie block, Berlin
1972Galerie michael Wener, Köln
1974Galerie Cornels, Baden-Baden
1975Griffelkunstverein, Hamburg
1976Galerie Springer Berlin
Galerie Gras, Wien
a, Amsterdam
Multhipla, Mailand
1977

Kunstverein Hamburg, Vorraum
Galerie michael Wener, Köln

1978Galerie Faßbender, München
Kölnischer Kunstverein, Köln
1979Galerie Malacorda, Genf

1981

Produzentengalerie, Hamburg

1987
DAAD-Galerie, Berlin
Sprengel Museum, Hannover
Kunstverein Freiburg
1998 Kunstraum München
1999

Galerie Marlene Frei, Zürich

2000 Galerie Barbara Wien, Berlin
2002 Galerie Marlene Frei, Zürich
2004 Galerie Barbara Wien, Berlin
2005 Kunstverein Brermerhaven
2007

Museum Ludwig, Köln

Sammlung Falckenberg, Hamburg

Galerie Michael Werner, Köln

2008 Galerie Barbara Wien, Berlin

 

Gruppenausstellungen (Auswahl)
1970happening & fluxus in Köln
1979zeichen setzen durch zeichnen in Hamburg
1984/1985nehmen sie dada in Bonn, Düsseldorf...
1992mit dem kopf durch die wand in Kopenhagen
1998/1999hommage à dieter roth in Köln/Braunschweig
2004die algorithmische revolution, Karlsruhe
Förderungen und Preise
1981/1982Kunstfonds Arbeitsstipendium
1982Stipendium des Rembrandt-Preis, Basel
1986Kurt-Schwitters-Preis, Hannover

1990

Arthur Køpckes Ærespris, Kopenhagen

Vorträge und Lehrtätigkeit
1979/1980Gastdozent an der HFBK Hamburg
1996/1997Gastdozent an der HBK Braunschweig
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