Raymond Hains

* 9. November 1926 in Saint-Brieuc, Bretagne (Frankreich)
† 28. Oktober 2005 in Paris (Frankreich)

Raymond Hains ist mit einem Werk in der Dauerausstellung vertreten:
"Ohne Titel", Collage auf Leinwand (1973)

Raymond Hains, französischer Maler und Bildhauer des Nouveau Réalisme, studierte 1945 für kurze Zeit Bildhauerei an der École des Beaux-Arts in Rennes, zog danach nach Paris, wo er als Fotograf tätig war.

1960 gründete er mit seinem engen Freund Arman sowie mit César, Daniel Spoerri, Jean Tinguely, Mimmo Rotella, Pierre Restany und Yves Klein die Nouveaux Réalistes, deren Ziel es war, einen fließenden Übergang zwischen Kunst und Leben zu schaffen und soziologische Realitäten in ihrer Arbeit widerzuspiegeln.

Hains wurde international bekannt durch seine Plakatabrisse, den „Affiches lacérées“. Das Prinzip der freigelegten Schichten übereinander geklebter Plakate entwickelte er schon Ende der 1940er Jahre mit Jacques de la Villeglé. Die Affichistes wollten durch Abreißen, Verbrennen und Übermalen der Werbebotschaften gesellschafts- und medienkritische Inhalte vermitteln.
Nach 1946 widmete er sich auch der abstrakten Fotografie ((Photographies hypnagogiques) und dem Film, die zu den frühesten Arbeiten dieses Genres zählen. 1950 erfindet er das Konzept des „Ultra-lettre“ und widmet sich den „lettres éclatées“ (aufgebrochene Buchstaben).

Seine Werke wurden weltweit ausgestellt, beispielsweise im Stedelijk Museum in Amsterdam (Ausstellung „Bewogen Beweging“), im Centre Pompidou in Paris oder im Museum of Modern Art in New York.

Biographie

Vita
1926

Geboren in Saint-Brieuc, Bretagne, Frankreich

1945

Kurzzeitiges Studium der Bildhauerei an der École des Beaux-Arts in Rennes, Frankreich

Umzug nach Paris, Frankreich

1949

Entstehung seiner ersten Décollage (Zeitungsabriss)

1950

Erfindung des Konzeptes des „Ultra-lettre“

Konzentration auf die „lettres éclatées“ (aufgebrochene Buchstaben)

1955

Erstes Treffen mit Yves Klein und François Dufrêne

1960

Gründung der "Nouveaux Réalistes" (gemeinsam mit Arman, César, Daniel Spoerri, Jean Tinguely, Mimmo Rotella, Pierre Restany und Yves Klein)

Reise nach Italien

1968-71

Venedigaufenthalt

1971

Rückkehr nach Paris

Einzelausstellungen (Auswahl)
 

„Bewogen Beweging“ im Stedelijk Museum in Amsterdam, Niederlande

Ausstellungen im Centre Pompidou in Paris, Frankreich und im Museum of Modern Art in New York, USA

Gruppenausstellungen (Auswahl)
1964Biennale in Venedig, Italien
19684. documenta in Kassel, Deutschland
1997Documenta X in Kassel, Deutschland
Förderungen und Preise

2011/12

Projektförderung Hans und Charlotte Krull Stiftung, Berlin

2006

Nominiert für den Käthe-Kollwitz-Preis der

Akademie der Künste in Berlin

2005

Atelierstipendium Stiftung Kunstraum Syltquelle

2004

Nominiert für den 11. Marler Videokunstpreis

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