Niki de Saint Phalle

photo©ErlingMandelmann.ch

*29. Oktober 1930 Neuilly-sur-Seine (Frankreich)
† 21. Mai 2002 San Diego (USA)

Niki de Saint Phalle ist mit vier Werken in der Dauerausstellung des museum FLUXUS+ vertreten:
"Mini Nana", Skulptur aus Polyester, handbemalt (1968)
"Das Kamel", Skulptur aus Polyester, handbemalt (1970)
"My Love", Buntstiftzeichnung auf Papier (1969)
"Miss Helvectia", Seidensiebdruck (1991)

Niki de Saint Phalle, eigentlich Catherine Marie-Agnès Fal de Saint Phalle, war Malerin und Bildhauerin. In Deutschland wurde sie als Künstlerin vor allem durch ihre 1974 in Hannover am Leibnizufer, der heutigen Skulpturenmeile, aufgestellten „Nana“-Figuren bekannt. Niki de Saint Phalle wurde in Frankreich geboren, wuchs aber hauptsächlich in den USA auf und wurde infolge ihrer Heirat mit Jean Tinguely im Jahr 1971 in der Schweiz eingebürgert. Zunächst arbeitete sie als Aktionskünstlerin, ab 1964 entstanden die ersten „Nanas“ − Frauenfiguren mit betont üppigen und runden Formen - anfangs noch aus Draht und Textilien gefertigt. Schon bald wechselte sie jedoch ihre Technik und arbeitete vorwiegend mit Polyester, einem Material, das unter anderem bevorzugt im Bootsbau verwendet wird. 1966 installierte sie auf Veranlassung des Direktors Pontus Hultén (unter Mitarbeit ihres zweiten Ehemanns Jean Tinguely und des Schweden Per Olof Ultvedt) im Stockholmer Moderna Museet eine 29 Meter lange liegende Skulptur mit dem Namen Hon (schwedisch: „sie“), die durch die Vagina betreten werden konnte und in deren Innerem sich unter anderem eine Bar und ein Kino befand. Die Nanas sind mit reinbunten Farben gemalt worden. Noch bekannter ist der 1982 begonnene Bau des Strawinski-Brunnens in Paris vor dem Centre Pompidou. Am 17. November 2000 wurde sie zur Ehrenbürgerin der Stadt Hannover ernannt und vermachte am 19. November 2000 aus diesem Anlass über 400 ihrer Werke dem Sprengel-Museum. Ihr zu Ehren wurde 2002 in Hannover die Einkaufspassage Passerelle umbenannt in Niki-de-Saint-Phalle-Promenade.

Biographie

Vita
1930Geboren in Neuilly-sur-Seine (Vorort von Paris), Frankreich
1936 bis 1945Klosterschule Sacré-Cœur in New York, USA
1951Rückkehr nach Paris, Frankreich
1953Erste Gemälde
1956Steigende Popularität durch erste Schießbilder
1964Erste „Nanas“ − Frauenfiguren mit betont üppigen und runden Formen
1966Installation einer 29 Meter langen liegenden Skulptur mit dem Namen Hon (schwedisch: „sie“), die durch die Vagina betreten werden konnte und in deren Innerem sich unter anderem eine Bar und ein Kino befand im Stockholmer Moderna Museet
1982Bau des Strawinski-Brunnens vor dem Centre Pompidou in Paris, Frankreich
seit 2003Öffentlicher Zugang zu den ausgestalteten Grotten im Großen Garten in Hannover-Herrenhausen, Deutschland
2002Gestorben in San Diego, USA
Einzelausstellungen (Auswahl)
1969München, Hannover
1970Paris
1971Amsterdam, Stockholm, Rom, New York
1992Über 20 zum Teil begehbare Großplastiken auf dem Dachgarten der Bundeskunsthalle in Bonn , Deutschland
Förderungen und Preise
2000Ehrenbürgerin der Stadt Hannover
2002Umbenennung der Einkaufspassage Passerelle in der Innenstadt von Hannover in Niki-de-Saint-Phalle-Promenade
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