Nam June Paik

* 20. Juli 1932 Seoul (Südkorea)
† 29. Januar 2006 Miami Beach, Florida (USA)

Nam June Paik ist mit drei Werken in der Dauerausstellung des museum FLUXUS+ vertreten:
„Mixed Media“, Seidensiebdruck und Mixed Media auf Leinwand (1990)
„Dharma Wheel Turns“, Schallplatten, Kopfhörer, Elektronikteile, Paik-Audiokassettem (1990)
„Laurie Anderson“, Assemblage (1985)

 Nam June Paik gilt als Vater der Videokunst. Seine Videobänder und Installationen, Objekte, Bilder, Zeichnungen und Druckgraphik beleuchten und hinterfragen kritisch und zugleich unterhaltsam die Institution Fernsehen und das Thema Kommunikation. Paik ist Nomade und Kosmopolit, der sich seiner kulturellen und bürgerlichen Wurzeln immer bewußt geblieben ist, aber schon früh das Problem der globalen Interdependenz erkannt hat. Auch wenn er vorgibt, in technischen Dingen Laie zu sein – „I never look at video“ – hat er ein untrügliches Gespür für die Möglichkeiten der neuen elektronischen Medien und ihrer Bedeutung sowohl für den Weltmarkt wie auch für die davon bestimmte Weltzivilisation und Weltkultur bewiesen. Gegenüber dieser Medienwelt behauptet Paik sich als individueller „Cultural Terrorist“, der sich nicht von den Medien vereinnahmen lässt.

Biographie

Vita

1932

Geboren in Seoul, Südkorea

1950

Flucht vor dem Koreakrieg über Hongkong nach Tokio, Japan

1952 bis 1956

Studium der westlichen Ästhetik, Musikwissenschaft und Kunstwissenschaften in Tokio, Japan

1956

Weiterführung des Musikwissenschaftstudiums an der Münchner Universität

Studium der Komposition bei Wolfgang Fortner an der Hochschule für Musik Freiburg

1958 bis 1962

Gemeinsam Arbeit mit Karlheinz Stockhausen im Kölner Studio für elektronische Musik des WDR

1960er

Zahlreiche Performances, erste Arbeiten mit Fernsehgeräten

1961

Beteiligung an der Aufführungen von Stockhausens Komposition "Originale"

"Aktionsmusik“, bei der er auch Instrumente zertrümmerte und zufällige Geräusche mit klassischen Klängen mischte

1977

Heirat mit der japanisch-amerikanischen Videokünstlerin Shigeko Kubota

Seit 1980

Hauptsächlich Multi-Monitor-Videoinstallationen, in denen er Fernsehmonitore zu Skulpturen anordnete

Zahlreiche Ausstellungen

2006

Gestorben in Miami, USA

Förderungen und Preise

1981

Will-Grohmann-Preis

1989

Kurt-Schwitters-Preis, Hannover

1991

Kaiserring der Stadt Goslar

1992

Picasso-Medaille der UNESCO

1993

Goldener Löwe für den besten Länderpavillon auf der Biennale von Venedig

1995

Ho-Am-Preis

1998

Kyoto-Preis

2001

Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg

Ausstellungen im museum FLUXUS+

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