Joseph Beuys

© Rainer Rappmann

*12. Mai 1921 Krefeld (Deutschland)
† 23. Januar 1986  Düsseldorf (Deutschland)

 Jospeh Beuys ist mit einem Werk in der Dauerausstellung des museum FLXUS+ vertreten:
„Countdown 2000“, Offsetlithographie (1981)

Joseph Beuys hatte das Bedürfnis, ein tiefes Verständnis über das Wesen des Menschen und seinen Zusammenhang mit dem Kosmos zu gewinnen. Schönheit ist der Glanz des Wahren, so Beuys, und nicht eine Frage der schönen Oberfläche. Schönheit ist keine geschminkte Oberfläche sondern kommt von innen aus dem Wahren. Kunst ist weder an ein bestimmtes Material, an bestimmte Formen oder Farben gebunden, noch an ein bestimmtes Medium oder eine bestimmte Technik oder Methodik; Kunst ist frei.

Desweiteren gab Beuys entscheidende Anregungen zur Neugestaltung des kulturellen und sozialen Lebens sowie der Wirtschaft. Für Beuys geht es in der Kunst um die Gestaltung des Weltzusammenhanges, der alle heutigen Fragen aufgreift und bearbeitet. Seine Aussage "Jeder Mensch ist ein Künstler" wird zur Möglichkeit und Aufforderung für jeden Menschen, sich seiner gestalterischen Potenz bewusst zu werden und entsprechend zu handeln.
Beuys begreift also unsere Gesellschaft in all ihren Facetten als künstlerisch zu gestaltende Wirklichkeit. Diesen gestalterischen Ansatz einer Skulptur für die Zukunft nennt Beuys Soziale Plastik.

Biographie

Vita

1921

Geboren in Krefeld, Deutschland

1940

Start der militärischen Laufbahn (Kriegsdienst bis 1946)

Flugzeugabsturz auf der Krim, dessen Folgen sich auch in seinen Werken wiederspiegeln

1952

Meisterschülerausbildung bei Ewald Mataré

Atelier in Düsseldorf

1954

Umbruch in der künstlerischen Entwicklung

ab 1963

Teilnahme an der Fluxus-Bewegung

1964

Teilnahme am "Festival der neuen Kunst" an der TH Aachen

Künstlerischer Durchbruch

Erste Teilnahme an der documenta in Kassel

1974

Erste USA-Reise mit der berühmten Aktion "Coyote, I like America and America likes me"

1976

Treffen mit dem Dalai Lama

1979

Begegnung mit Andy Warhol in Düsseldorf

1986

Verstorben in Düsseldorf

Einzelausstellungen (Auswahl)

1953

Erste Ausstellung im Haus der Brüder van der Grinten in Kranenburg

1965-79

Zahlreiche Fluxus-Aktionen

"Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt" (1965),
"Manresa" (1966),
"Eurasienstab" (1967/68),
"Titus/Iphigenie" (1969),"Coyote, I like America and America likes me" (1974)

ab 1968

Bedeutende Rauminstallationen und Environnements

"The Pack/Das Rudel"(1969)
"Dernier espace avec introspecteur" (1982)
""Plight" (1985)

1979Retrospektive im New Yorker Guggenheim-Museum
1984Beuys-Ausstellung im Tokioter Seibu-Museum
1985Ausstellung "Kreuz und Zeichen - Religiöse Grundlagen im Werk von J.B"
Gruppenausstellungen (Auswahl)

1969

Präsentation des Werkes "Badewanne" in der Gruppenausstellung "gymnasia" 

1972

Teilnahme and der documenta 5 in Kassel

1976

Ausstellungsbeiträge zur Biennale in Venedig und zur Zeitgeistausstellung in Berlin

1985

Teilnahme an der Londoner Ausstellung "German Art in the Twentieth Century Painting and Sculpture 1905-1985"

Förderungen und Preise

1952

4. Kunstpreis der Stadt Düsseldorf (Kategorie angewandte Kunst)

1976

"Doctor of Fine Arts honoris causa" des Nova Scotia College of Art and Design,

HalifaxLichtwark-Preis der Stadt Hamburg

1978

Thorn-Prikker-Ehrenplakette der Stadt Krefeld

1978

Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, Abteilung Bildende Kunst

1979

Kaiserring der Stadt Goslar

1980

Ausländisches Ehrenmitglied der Kungliga Konsthögskolan Stockholm

1984

Ehrenbürger der Gemeinde Bolognano

1986

Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg

Vorträge und Lehrtätigkeit

1961

Berufung auf den "Lehrstuhl für monumentale Bildhauerei der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf“

1974

Gastprofessur an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg

1980

Gastprofessur an der Städelschule in Frankfurt am Main

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