Joe Jones

*1934 New York (USA)
†1993 Wiesbaden (Deutschland)

Joe Jones ist mit einem Werk in der Dauerausstellung des museum FLUXUS+ vertreten:
oT, Schwarze Gitarre mit Elektromotor (1974)

 Der New Yorker Künstler Joe Jones studierte zunächst Komposition an der Hartnett Music School und begann seine Laufbahn als Jazz-Schlagzeuger. Doch aufgrund seiner weißen Hautfarbe gab es für ihn in diesem Metier in den frühen sechziger Jahren wenige Möglichkeiten, da New York zu dieser Zeit lediglich zwei aktive Jazz-Clubs aufwies. Aus diesem Grund begann Jones 1960 ein zweites Studium der experimentellen Komposition bei John Cage und Earle Brown. Über seine Lehrer lernte er Dick Higgins und Alison Knowles kennen. Mit seinen selbstentwickelten Musikmaschinen feierte er von Anfang an große Erfolge. Seit 1963 nahm Jones an der Fluxus-Bewegung teil. Im selben Jahr trat er zum ersten Mal auf dem Yam Festival in New Brunswick auf, ein Jahr später auf dem Avantgarde Musikfestival in New York. Es folgten zahlreiche Ausstellungen und Aktionen. Ab der Mitte der achtziger Jahre produzierte Jones Kurzfilme am Computer, sogenannte Fluxus-Home-Movies, und baute auch größere orchesterähnliche Installationen mit seinen Musikmaschinen.

Biographie

Vita

1934

Geboren in New York, USA

1950er

Studium der Komposition an der Hartnett Music School in New York, USA

Kurze Karriere als Jazz-Schlangzeuger

1960

Studium der experimentellen Komposition bei John Cage und Earle Brown

1962

Entwicklung der ersten "Musikmaschinen", mit denen er große Erfolge feierte

1963

Teilnahme an der Fluxus-Bewegung

Erster Auftritt auf dem Yam Festival in New Brunswick, USA

1969

Eröffnung eines eigenen "Music-Stores" in New York, USA

1972

Gemeinsame Produktion des Albums "Fly" mit John Lennon und Yoko Ono

Gründung der "Fluxus-Airline"

Umzug nach Europa (Lebt in Amsterdam, Niederlande; Asolo, Italien; Berlin, Deutschland; Wiesbaden, Deutschland)

1980er

Umzug nach Düsseldorf und Wiesbaden, Deutschland

Beginn der Produktion von "Fluxus-Home-Movies" (Kurzfilmen am Computer)

Bau größerer orchesterähnlicher Installationen mit Musikmaschinen

Zahlreiche Ausstellungen

1993

Gestorben in Wiesbaden, Deutschland

Einzelausstellungen (Auswahl)

1960er

Zahlreiche Ausstellungen in New York, USA und Nizza, Frankreich

1988

Ausstellung im Museum Luwig in Köln, Deutschland

1992/93

Wanderausstellung mit Stationen in Helsinki, Finnland; Nürnberg, Deutschland; Rotterdam, Niederlande; Wuppertal, Deustchland

seit 1995

Musikmaschinen auf der weltweiten Ausstellung "Fluxus in Deutschland" mit Standorten in Gera, Budapest, Istanbul, Brünn, Kopenhagen, Athen, Tel Aviv und Warschau

Förderungen und Preise

1980

Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD

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