Eric Andersen

* 1940 Antwerpen (Belgien)
lebt in Kopenhagen (Dänemark)

Eric Anderson ist mit zwei Arbeiten in der Dauerausstellung des museum FLUXUS+ vertreten:
„The Nine Minds“,  Multimedia Installation (1993)
„opus 14467“, Performance-Relikte (2008)

Zur Vernissage "FLUX-FOLK in Potsdam“, einer Gemeinschaftsausstellung mit Eric Andersen, Wolfgang Hainke, Ann Noël und Benjamin Patterson am Donnerstag, 9. Oktober 2008 performte Eric Andersen das Stück „opus 14467“. Dabei wurden zwei große Taschen (eine grüne und eine rote) durch das Publikum gereicht. Diese Taschen und ein Foto der Performance befinden sich in der Fluxus-Dokumentation des museum FLUXUS+. In den Taschen sind noch immer die Gegenstände, die während der Vernissage von den Gästen hineingelegt wurden.

Eric Andersen ist einer der Künstler, die sich schon sehr früh (ab 1959) mit intermedialer Kunst auseinandersetzten. In seinen Opus-Stücken der frühen 60er Jahre untersucht er vor allem die offene Interaktion zwischen Performer und Publikum.

An Maciunas schickte er während seiner ausgedehnten Reise nach Mittel- und Osteuropa Postkarten mit frei erfundenden Berichten über skandalöse Performances. Diese wollte er angeblich gemeinsam mit Emmett Williams, Tomas Schmit und Arthur Köpke gegeben haben. Daraufhin „exkommunizierte“ Maciunas die vier Künstler aus der Fluxus-Künstlergruppe. In den späten 1960er war Eric Andersen in der Mail Art aktiv und seit den 1970ern setzte er sich intensiv mit dem geografischen Raum auseinander. Er schuf offene Werke, die einer permanenten Veränderung ausgesetzt sind und sich selbst verändern, „arte strumentale“.
Der Einbezug des Publikums und die Kommunikation mit untraditionellen Medien oder nicht anerkannten Technologien formten sein Werk.



Biographie

Vita

1940

geboren in Antwerpen, Belgien

1962

Teilnahme am Festturm Fluxorum in der Nikolai Kirche, Kopenhagen

1960er

Aktivität in der Mail Art

1966

Gemeinsamer Auftritt mit Arthur Köpcke und Tomas Schmit bei dem dreitägigen Festival im Prager Jazzclub Reduta

1970er

Erste intensive Auseinandersetzungen mit dem geographischen Raum;

Offene Werke, "arte strumentale", die einer permanenten veränderung ausgesetzt sind und sich selbst verändern;

Einbezug des Publikums und die Kommunikation mit untraditionellen Medien oder nicht anerkannten Technologien

1964

Reise durch die früheren osteuropäischen und die Sowjetunion, neue Beziehungen zwischen Künstlern der "underground art" hinter dem "eisernen Vorhang" und der experimentellen Kunst des "Westens"

1996

Künstlerischer Direktor der größten InterMedia Veranstaltung, die jemals präsentiert wurde

Einzelausstellungen (Auswahl)
1964

Hunderte Ausstellungen und Performances, zum Beispiel „Hidden Paintings“, „Crying Spaces“, „Confession Kitchens“, „Lawns that turn towards the Sun“ und „Artificial Stars“.

1970er

Ausstellungen in Polen, zum Beispiel in der Galeria Akumulatory 2 (Poznań), Piwna 20/26 (Warschau), Galeria Krzysztofory und Galeria Potocka (beide Krakau)

2013Installation "Liasion" in den Kunsthallen Nikolaj, Kopenhagen
Gruppenausstellungen (Auswahl)
2007

Ausstellung "FLUXUS EAST" des Künstlerhaus Bethanien, Berlin, welche die FLUXUS-NETZWERKE IN MITTELOSTEUROPA thematisiert

2008

FLUX-FOLK in Potsdam im museum FLUXUS+

2012

Ausstellung der Akademie der Künste (Berlin), welche die Fluxus Ereignisse der Sechziger und siebziger Jahre thematisiert

Förderungen und Preise

1987

"Eiffel Tower Price"

1997

"Eckersberger Medaille" der Royal Danish Academy for Fine Arts

Ausstellungen im museum FLUXUS+

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