Café DaPoPo
Die kanadische Theatergruppe DaPoPo gastierte am 28.02.2009 mit Performances im Potsdamer museum FLUXUS+ in der Schiffbauergasse mit ihrem einzigartigen Theater-Event Café DaPoPo.
Hier wird das Publikum aufgefordert, sich Performances an den Tisch zu bestellen. Die Auswahl wird in einem Performance-Menü ausgelegt. Man bezahlt nur für das, was man selbst bestellt. Da gibt es Monologe, Szenen, Lieder, Improvisation, Happenings und viele Überraschungen hauptsächlich Auszüge aus dem Werk kanadischer Autoren wie Marie Clements, Daniel McIvor und Guillermo Verdecchia. Die ungewöhnliche Performance zwingt das Publikum, sich zu entscheiden, was und wie viel es sehen will, wobei sich im ganzen Café-Bereich ständig neue Performances ankündigen.
Die Darbietungen werden alle auf Englisch sein. Für
Potsdam wurden hauptsächlich kanadische Autoren, Komponisten und Dichter
ausgewählt.
Der Name "DaPoPo" bezieht sich auf Jerzy Grotowski's
Idee eines armen Theaters, "a Poor Theatre", aber auch die Idee eines
Volkstheaters (engl.: "Po-pular Theatre"), auf po-litisches und
po-etisches Theater. Auch Dada steckt da mit drin.
Es spielen Eric Benson, Kim Parkhill, Garry Williams (Kernmitgleider von DaPoPo) unterstützt von Aaron Andreino, Sophie Fong, Ali Richardson, Annie Valentina und Holly Winter. Garry Williams ist der Sohn des 2008 in Berlin verstorbenen Fluxus-Künstlers Emmett Williams.
DaPoPo gastiert außerdem vom 20. bis zum 22. Februar in Theaterforum Kreuzberg (tfk) mit ihrem Doppelprogramm: Four Actors in Search of a Nation und Apocalypse 2009, präsentiert im FEZ-Berlin im Zusammenhang mit dem “Just say it!” Festival ihr Jugendensemble-Stück The Canada Project und leitet zusätzlich diverse Theater-Workshops zu politischen Themen.
DaPoPo wurde 2004 in Halifax, Nova Scotia von Garry Williams gegründet. Die Gruppe beschäftigt sich neben Eigenkreationen außerdem mit europäischen Klassikern, Versdramen und dem anspruchsvollen Musiktheater. Besonderes Interesse gilt den unkonventionellen Spielformen. DaPoPo ist schon 2004 und 2006 mit ihren Stücken Four Actors in Search of a Nation, 13 Ways of Looking at a Madman und Apocalypse 2006 in der Emerson Gallery, dem Theaterforum Kreuzberg (tfk) und dem Haus am Lützowplatz in Berlin aufgetreten. Zu ihren kanadischen Produktionen zählen noch Biographie: ein Spiel; Sunday in the Park With George; Santa Claus: A Morality; Der Reigen; R.U.R.; und The Modern World.




