fluxus goes documenta - permanentFLUXUS II

„When Elephants Fight, It Is the Frogs that Suffer“, Ben Patterson, Athen 2017

Ab dem 21. Juni 2017 wird das Thema „fluxus goes documenta“ im Mittelpunkt der wiedereröffneten Ausstellung #permanentFLUXUS II  im atrium des museum FLUXUS+ in der Schiffbauergasse in Potsdam stehen. Anfängliche, kritische Haltungen der Fluxus-Künstler_innen gegenüber dem Auswahlverfahren der documenta verhinderten nicht, dass über die Jahrzehnte hinweg auch immer wieder Fluxus im „Museum der 100 Tage“ gezeigt wurde.

Die documenta ist seit 1955 eine bedeutende Ausstellungsreihe für zeitgenössische Kunst, die alle fünf Jahre in Kassel stattfindet. An 100 Tagen werden im Rahmen der documenta internationale, zeitgenössische Kunst, Performances und Happenings, Filme, Musik, Tanz, politische Aktionen usw. präsentiert. 1968 protestierten und demonstrierten zahlreiche junge Kunstschaffende, darunter auch Wolf Vostell, gegen das Auswahlverfahren zur documenta. Ab 1972 wurde auf der documenta dann auch Fluxus ausgestellt. Dies bot den Fluxus-Künstler_innen eine hervorragende Gelegenheit, ihre Ideen einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Im Vorfeld der documenta 6 sorgte Wolf Vostells Werk „Das Flugzeug ist das Ei in der Hand des Himmels“ (kurz „Das Ei“) 1977 für Furore. Der Verwaltungsdirektor äußerte starke Bedenken gegen die geplante Flugzeug-Installation auf dem Fridericianum und verhinderte die Realisierung.

In diesem Jahr findet die documenta 14 erstmals nicht nur in Kassel, sondern auch noch in Athen statt. Der 2016 verstorbene Fluxus-Künstler Benjamin Patterson wird posthum bei der documenta 14 mit seinem Klang-Graffiti „When Elephants Fight, It Is the Frogs that Suffer“ vertreten sein.

#permanentFLUXUS II zeigt Darstellungen über Künstler_innen, Performances, Scores, Events, Festivals und gibt jetzt ergänzend Informationen über die Beteiligung an der documenta. Nach Dada war Fluxus der zweite Angriff auf das bürgerliche Kunstwerk. Es zählt die schöpferische Idee und die Einbindung des Lebens in die Kunst und der Kunst in das Leben. Fluxus bezeichnet einen fließenden Übergang von Kunst und Leben, gleichzeitig weist es auf die Vergänglichkeit aller Dinge hin. Die Künstler_innen, die im Laufe der Jahre im Fluxus-Kontext auftraten, vereinte die Vorgehensweise, im Grenzbereich der Gattungen Musik, bildende Kunst, Literatur und Theater zu agieren.

Die Besucher_innen von #permanentFLUXUS II – fluxus goes documenta erhalten eine umfassende, eintrittsfreie Einführung in diese Kunstbewegung, die sich um 1960 formierte und auch nach über fünfzig Jahren nicht aufhört zu fließen und aktuell zu sein.

Pressemitteilung vom 16.05.2017 - #permanentFLUXUS II - fluxus goes documenta

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